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Die unterschätzte Gefahr – Wenn der Keil zur Waffe wird

  • Autorenbild: PD  Netzwerk
    PD Netzwerk
  • 14. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Wer an die Gefahren bei der Waldarbeit denkt, hat meist die laufende Kettensäge im Kopf. Doch die wahren Tücken lauern oft im Detail – bei den kleinen, unscheinbaren Helfern, die wir für selbstverständlich halten. Heute im Holzgeflüster: der Fällkeil. Ein unverzichtbares Werkzeug, das bei falscher Behandlung oder mangelnder Wartung zu einer ernsten Gefahr für Ihre Gesundheit werden kann.


Gefahr 1: Der scharfe Grat am Alu-Keil

Jeder, der mit Alu-Keilen arbeitet, kennt es: Nach einiger Zeit bildet sich an der Schlagfläche durch die Schläge mit dem Hammer ein scharfer, ausgefranster Rand – der sogenannte Grat. Was harmlos aussieht, ist eine tickende Zeitbombe.



Schlägt man mit dem Hammer auf diesen Grat, können winzige Metallsplitter abplatzen. Diese Splitter werden zu Geschossen, die mit enormer Wucht durch die Luft fliegen und schwere Verletzungen verursachen können – besonders im Gesicht und an den Augen.


Unser Sicherheitstipp: Kontrollieren Sie Ihre Alu-Keile vor jedem Einsatz! Entfernen Sie jeden Grat sofort. Bei leichter, regelmäßiger Pflege reicht dafür eine einfache Feile. Wenn ein Keil länger nicht gewartet wurde, kommt man um einen Winkelschleifer oft nicht herum, um die Schlagfläche wieder sicher zu machen. Ein paar Minuten Arbeit,

die Sie vor einem Besuch im Krankenhaus bewahren können.

Gefahr 2: Der spröde Kunststoffkeil

Kunststoffkeile sind beliebt, doch auch sie haben eine Achillesferse: Sie können austrocknen und dadurch extrem spröde werden. Das Risiko steigt bei kalten Temperaturen im Winter enorm an. Ein tragischer Unfall, der kürzlich in den sozialen Medien geteilt wurde, macht dies deutlich: Einem Nutzer platzte bei der Arbeit in der Kälte ein Stück seines Keils ab und verletzte ihn so im Gesicht, dass die Wunde mit acht Stichen genäht werden musste.


Der Grund für diese Sprödigkeit ist fast immer eine falsche Lagerung. Wie auch die Hersteller in den Produktinformationen angeben, dürfen Kunststoffkeile nicht austrocknen.


Unser Sicherheitstipp: Lagern Sie Ihre Kunststoffkeile immer feucht! Ein feuchtes Tuch in der Werkzeugkiste oder ein kleiner Eimer mit etwas Wasser genügt. So behält der Kunststoff seine Elastizität. Sichtbar rissige oder alte, trockene Keile gehören ohne Wenn und Aber sofort ausgetauscht.


Fazit: Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Keile zu pflegen. Ein kurzer Blick, ein paar Feilenstriche oder die richtige Lagerung entscheiden über Ihre Sicherheit. Denn der beste Waldarbeiter ist der, der am Abend gesund nach Hause kommt.


Bleiben Sie sicher und allzeit gut Holz!



 
 
 

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